Wir alle brauchen Ziele im Leben. Ziele verhelfen dem Menschen nach Höherem zu streben, verleihen dem Dasein einen Sinn und sind notwendig zur Erreichung von Fortschritt und Wohlstand. Als Website-Betreiber sollten auch Sie Ziele formulieren und festsetzen. Eine planvolle und gut durchdachte Zielsetzung unterstützt Sie bei der Erfüllung Ihrer Träume. In den folgenden Abschnitten geben wir Ihnen praktische Tipps wie Sie Ihre Ziele in Verbindung verschiedenster Einflüsse identifizieren, formulieren und umsetzen können.

Phasen der Zielplanung

Vor jeder Zielplanung steht eine Projektidee. Diese bildet sich aus einem Bedarf heraus und ist an Möglichkeiten gekoppelt. Damit Sie Ihre Idee hinsichtlich der Erfolgsaussichten beurteilen können, müssen Sie eine Situationsanalyse (IST-ANALYSE) vornehmen. Genauer gesagt ist die Problematik (der Problemkreis, der Sinn des Projektes) abzuklären, das Umfeld zu untersuchen und die Rahmenbedingungen (Einflussfaktoren) zu bestimmen. Durch die schrittweise, teils intuitive Analyse definieren Sie in einem bestimmten Zeitfenster Ihre Ziele näher (Zielkatalog), welche wiederum Teilziele sind und sich einzelne Zielfaktoren herauskristallisieren. Sie setzen augrund Ihrer Erkenntnisse eigene Prioritäten und erarbeiten sich ein Zielkonzept (Zielsystem). Die Einteilung, die Wichtung und das Setzen einer Rangfolge der Ziele hilft Ihnen diese Prioritäten klar zu kennzeichnen und Zielkonflikte aufzulösen. Arbeiten Sie hier ein für Sie hundertprozentig annehmbares Zielkonzept aus. Fehlt Ihrerseits selbst die komplette Akzeptanz des aufgestellten und zusammengetragenen Zielsystems oder behindern sich diese gegenseitig, können Sie auch nicht das gesamte Potential zur Umsetzung der Ziele entfalten. Nur wenn Sie von Ihren Zielen überzeugt, diese erreichbar sind und Sie diese stets prüfen – nur dann ist Ihr Erfolg planbar.

Nach der Situationsanalyse folgt die Projektdefinition und Projektabgrenzung. Das heißt, der Projektgegenstand ist klar zu formulieren und auf die Kernkompetenzen (eigentlichen Aufgaben) zu reduzieren. Auch ist eine erste grobe Kosten- und Aufwandsabschätzung vorzunehmen. Prüfen Sie ständig Ihre eruierten Ziele in Zusammenhang mit Ihrem eigentlichen Vorhaben. Nach einer Weile entsteht hier ein Zusammenspiel und Synergien, welche bei der Reifung des Zielsystems ersichtlich werden. Zum Schluss treffen Sie klare und aussagefähige Zielentscheidungen. Sie sind richtungsweisend und determinieren Ihr weiteres Vorgehen, können in einzelnen Phasen dennoch an neue Umstände angepasst werden.

Für welche Bereiche sind Ziele festzulegen?

Grundsätzlich bestimmen Sie die Art der Ziele und den Umfang. Nachfolgend sehen Sie eine Übersicht der wichtigsten Ziele, welche auf jeden Fall in das Zielsystem einzubeziehen sind. Die Bereiche und die Anzahl der Ziele sind beliebig erweiterbar. Für kleinere Webprojekte genügt vorerst eine einfache Zielaufstellung und -benennung. Existenzgründer sollten das Zielsystem in die Unternehmensstrategie, -philosophie und -kultur einbinden. Wir empfehlen Ihnen sich auch einmal mit dem Management-Instrument Balanced Scorecard auseinander zu setzen.

Finanzielle Ziele

  • Rentabilität, Mindestumsatz, Maximalkosten, Cash-Flow, Bonität, Liquidität, EK-Quote, FK-Quote, etc.

Beispiel: Der Mindestumsatz soll 20.000 Euro pro Jahr betragen.

Personal-Ziele

  • Mitarbeiterzufriedenheit, Produktivität, Absentismus, Stundensatz, Weiterbildungs- Quote, etc.

Beispiel: Meine Mitarbeiter sollen sehr zufrieden mit Ihrer Arbeit sein.

Prozesse/Ressourcen

  • Termintreue, Qualitätsstandards, Service- grad, Aktualisierungsgrad, Innovationsquote, etc.

Beispiel: Einmal pro Jahr wird die Website redesigned.

Marketing-Ziele

  • Kunden:
    Neukunden, Kundenzufriedenheit, Kundenbindung, etc.
  • Konkurrenz/ Positionierung:
    Marktstellung, Verdrängungsquote, etc.
  • Preis:
    Preisstrategie, etc.
  • Markt:
    Marktanteil, Segmentierung, Penetrations- strategien, etc.
  • Werbung:
    Werbestrategie (Schwerpunkte), etc.

Beispiel: Ich wähle die Niedrigpreis-Strategie.