Vielen angehenden Programmierern bzw. Designern fällt es schwer einen Anfang zu finden. Webdesign ist gar nicht so einfach – denkt man sich zunächst! Doch auch hier schaffen Sie sich eine Routine und nach einer Weile zaubern Sie die schönsten Websites zusammen, welche Sie vielleicht im Moment nur im Geiste formen können. Mit einem guten Webdesign schicken Sie Ihre Besucher in ein Land der Träume – farbenfroh, ansehnlich und stilvoll. Doch auch hier gilt – zusehen, verstehen, lernen, umsetzen!

Webdesign ist ein Gestaltungsprozess

Wie oft wünscht man sich im Leben kreativ zu sein und mittels Farben, Formen und Bildern optische Kompositionen zu erschaffen? Eine Website erlaubt Ihnen all dies und setzt Ihnen keine Grenzen! Vielleicht haben Sie bereits damit begonnen Ihrer ersten Homepage einen Anstrich zu verpassen. Doch es fehlt an Eleganz? An Form? An Schönheit? Ausdruck, Tiefe, Erhabenheit? Nun, machen Sie sich keine Sorgen! In jedem von uns steckt ein Künstler! Jedoch ist es Ihre Aufgabe ihn zum Vorschein zu bringen und zu fördern! Wenn Sie sich einige Grundlagen und Vorgehensweisen der gesamten Thematik in diesem Bereich aneignen, wird Ihre Begabung um die Aspekte ergänzt, welche Sie zu ansprechenden Websites befähigen.

Die beiden wichtigsten Tugenden bei der Erlernung designbezogener Fähigkeiten sind Geduld und Beobachtungsgabe. Als Teil eines kreativen Gestaltungsprozesses fallen Ihnen beim Besuch anderer Homepages immer wieder neue Ansätze, neue Stile, neue Konstellationen und neue Spielereien auf. Auch schulen Sie Ihr Auge im fortlaufenden Prozess auf Feinheiten und Details. Haben Sie keine Angst ein paar Tage damit zu verbringen sich quer durch das Internet zu klicken – mit dem Ziel die Arbeit anderer Webdesigner zu bestaunen und Ihre eigenen Künste klein zu reden. Wenn Sie auch so gut werden möchten (was nebenbei bemerkt trotz alledem sehr schnell geht), dann orientieren Sie sich an den Profis. Lassen Sie die Dinge und das einzelne Webdesign auf sich wirken, analysieren Sie was verbesserungswürdig ist, welche Eindrücke vermittelt werden und vergleichen Sie fortwährend Seiten miteinander.

Anforderungen an ein gutes Webdesign

Was ist denn nun ein gutes Webdesign für eine Homepage? Die Antworten auf diese Frage sind vielseitig. Eine Antwort könnte lauten: „Wenn Du damit zufrieden bist und es dir gefällt!“. Diese drückt auch das Wesen der Gestaltung aus – ein schönes Design ist subjektiv. Dennoch gibt es Kriterien die ein gewisses Maß an Objektivität zur Beurteilung der Website zulassen.

Funktionalität des Online-Auftritts

Das Webdesign einer Seite darf nie die Funktionalität beeinträchtigen. Einige Designer opfern die Funktionalität zugunsten eines überzeichneten Designs. Die Website ist zwar schön anzusehen, jedoch behindern Sie ein störungsfreies Surfen. Riesengroße und völlig überladene Animationen verursachen lange Ladezeiten. Schlimmer ist, wenn Animationen nicht abzubrechen sind, weil der Webmaster glaubt seine Kreation muss die Welt gesehen haben. Auch beobachtet man ab und zu völlig deplatzierte Einblendungen auf die durch schlechtes Timing dann unbeabsichtigt geklickt wird. Ein ordentliches Webdesign vermeidet diese Art von eingeschränkter Funktionalität.

Struktur und Übersichtlichkeit des Online-Auftritts

Sie kennen sicher folgendes Problem: Wenn Sie mit etwas beginnen sollen (z.b: einen Aufsatz, einen Brief), sitzen Sie vor einem leeren Blatt Papier und zerbrechen sich den Kopf darüber wie Sie dieses weiße Viereck vor sich mit Inhalt füllen sollen. Irgendwann ist dieser Punkt überwunden und Sie schreiben und schreiben und schreiben und schreiben … und schreiben viel zu viel. Webmastern geht es da nicht anders. Sie gestalten eine Seite und irgendwann wissen sie nicht mehr wie man der Informationsfülle Einheit gebieten soll. Wahllos werden dann Verlinkungen und Unterpunkte einer Page hinzugefügt bis ein Besucher relevante Informationen von unbedeutenden Inhalten nicht mehr trennen kann. Gutes Webdesign ist immer so konzipiert, dass Informationsüberlastungen weitgehend vermieden oder auf ein erträgliches Maß begrenzt werden. Die damit verbundene Übersichtlichkeit & Struktur führt den Besucher zum gewünschten Ziel.

Einheit des Online-Auftritts

Ein einheitliches Erscheinungsbild ist für ein gutes Webdesign ebenfalls von Bedeutung. Gestalten Sie jede Unterseite zu individuell, erschweren Sie dem Besucher die Informationsfindung. Wenn sich der Nutzer einige Zeit auf Ihrer Seite befindet, entwickelt dieser sehr schnell eine eigene, intuitive Navigation. Gleiche Schritte wiederholen sich, gleiche Positionierungen der Verweise verkürzen die Zeit bis man zum Ziel kommt. Wenn man nun auf jeder einzelnen Seite sich an neue Strukturen und Elementanordnungen gewöhnen muss, verlässt Ihr Besucher nach kurzer Zeit entnervt Ihre Website. Und das zu Recht! Gestalten Sie Ihr Webdesign demnach in einheitlicher Form, aber lassen Sie auch auf jeder einzelnen Seite Freiraum für individuelle Entwicklungen. Nur so erhalten Sie das Interesse des Nutzers aufrecht und nur so bieten Sie mit einem ausgereiften Webdesign Mehrwert.